Robinson Club Soma Bay Ägypten – Nichts für Faulenzer

Letztes Jahr im Sommer war ich gemeinsam mit meinem Bruder 3 Wochen in Ägypten. Einige Bekannte fragten bereits besorgt, ob uns dort nicht langweilig werden würde.

Uns beiden war allerdings bereits vor der Anreise klar, dass dies wohl nicht der Fall sein wird und wie sich später zeigen wird, war uns nicht ein Tag -nicht mal mehr eine Stunde- langweilig.

Wir hatten uns bereits vor der Anreise fest vorgenommen dort einen Windsurfkurs und einen Katamaran-Kurs zu absolvieren. Außerdem wollten wir die Sonne genießen, schnorcheln & tauchen gehen, das Fitnessstudio nutzen, Tennis spielen, kurz gesagt wir wollten den Urlaub bestmöglich nutzen.

Was aus unseren Plänen geworden ist, könnt ihr im Folgenden erfahren

Anreise zum Robinson Club Soma Bay

Unsere Flug nach Hurghada sollte von München aus starten und so fanden wir uns bereits um 5:00Uhr morgens am Dortmunder Hauptbahnhof wieder. Die Mündigkeit war uns allerdings völlig egal -wie ahnten schließlich bereits, was uns in Soma Bay erwarten sollte.

Flughafen MünchenGlücklicherweise ging es mit dem ICE pünktlich Richtung München (keine Selbstverständlichkeit, wie ich und viele andere bereits einige male miterleben mussten).

Dann sind wir zu geplanten Zeit am münchener Hauptbahnhof angekommen und es folgte eine längere S-Bahn-Fahrt, da der Flughafen in München nicht gerade stadtnah gelegen ist.

Gewitzt wie wir nunmal sind, haben wir bei Check-In natürlich nach den Plätzen am Notausgang gefragt… tatsächlich TUIfly hatte noch zwei freie Plätze für uns übrig.

Wir haben unsere Wasserflaschen ausgetrunken und schon ging es durch die Security. Als wir für nicht sicherheitsgefährdend eingestuft wurden, konnten wir zu unserem Gate gehen.

Dort haben wir erstmal etwas gegessen und uns gefragt was in diesem Burger wohl alles enthalten sein müsste, um diese Preise zu rechtfertigen. Naja egal, schließlich ist alles am Flughafen etwas teurer. Dennoch haben wir unseren Burger und Pommes genossen, denn wir wussten, dass uns an Board nicht die größten Delikatessen erwarten werden.

Tipp: Plätze am Notausgang

Endlich im Flieger angekommen haben wir uns über die Beinfreiheit gefreut. Zum ersten Mal hat es endlich geklappt einen Sitz am Notausgang zu ergattern.

Ich kann jedem wirklich empfehlen beim Check-In nachzufragen, ob am Notausgang noch Sitzplätze verfügbar sind, denn deine Beine werden es dir danken.

Beinfreiheit am Notausgang im Flieger

In München war an diesem Tag ganz schönes Wetter, aber dennoch freuten wir uns in die Sonne zu fliegen.

Der Flug

„Wir werden in ca. 20 Minuten landen“

Das sind also wohl die Nebenwirkungen bei dieser Beinfreiheit: ich habe den ganzen Flug verschlafen. Erstaunt schaue ich meinen Bruder an, der offensichtlich auch soeben erst aufgewacht ist.

Der 4-Stunden Flug ist buchstäblich, wie im Traum vergangen und kurze Zeit später konnten wir in Hurghada erfolgreich landen. Bereits aus der Luft haben wir das Meer gesehen und uns vorgestellt, wie verdammt geil die nächsten Tage und Wochen wohl werden müssen.

Flug nach Hurghada

Wie kaum anders zu erwarten, als wir aus dem Flugzeug ausstiegen, war am Boden erstmal ein ziemliches Durcheinander. Keiner wusste wo er hin musste und die Flughafenhalle war nicht sehr übersichtlich ausgeschildert.

Nach etwas suchen fanden wir dann unseren Reiseanbieter und konnten unser Visum entgegen nehmen. Mit dem Visum ab durch die Kontrolle. Noch ein paar Schritte, bis wir das Flughafen-Gebäude verlassen haben.

Die warme Luft schlug uns entgegen, aber im Gegensatz zu Dubai war es draußen fast schon mild. Wir suchten unseren Bus, haben diesen gefunden und schon ging es los Richtung Hotel.

Die Busfahrt dauerte ungefähr 45 Minuten und während der Fahrt konnten wir uns einen Eindruck von Ägypten außerhalb der gepflegten Hotelanlagen machen, die uns ein Paradies vorspielen möchten, was Ägypten aber natürlich nicht ist.

Busfahrt nach Robinson Club Soma Bay

Dem Sonnenuntergang entgegen kamen wir Soma Bay immer näher. Zur Linken sahen wir das Meer und wir versuchten zu erraten, wo wohl unser Hotel liegen würde.

Die Sonne verschwand immer mehr und wir passierten zwei Kontrollstellen, bis wir endlich unser Hotel erreichten: der Robinson Club Soma Bay.

Empfangen wurden wir mit leckeren Getränken, Erfrischungstüchern und dem Clubdirektor Patrick, der uns alle freundlich und offensichtlich bestens gelaunt empfing.

Nach dem Check-In und der ersten Begutachtung der Zimmer, erkundeten wir ein wenig die Hotelanlage, die im dunkeln äußerst schön beleuchtet ist.

Robinson Club Soma Bay Pool

Leider konnte meine IPhone-Kamera nicht annähernd die ganzen schönen Lichter einfangen, deshalb überlasse ich es ganz dir, deinen eigenen Eindruck von der Hotelanlage bei Nacht zu machen, also live vor-Ort.

Nachdem wir uns einen ersten Überblick über die Hotelanlage gemacht haben -sich verlaufen ist übrigens eine der besten Wege sich schnell zurecht zu finden- ging es nach oben zum Abendessen.

Ein wundervolles großes Buffet mir allen möglichen Leckereien überraschte uns dort. Wir wussten gar nicht genau, was wir zuerst probieren sollten, aber in drei Wochen hatten wir genug Zeit alles herauszufinden.

Am Tisch lernten wir die ersten anderen Gäste kennen und konnten praktisch hautnah miterleben, was das Essen mit uns anstellen wird: Denn bereits am ersten Abend, lernten wir ein Pärchen kennen, wo der Mann sich nur von Suppe und trockenem Brot ernährte.

Wir dachten zunächst daran, dass da wohl jemand noch kurz vor Schluss noch eine High-Speed Diät versucht, um eine seine perfekte Strandfigur zu erreichen.

Aber nein, wir hörten, dass man am Anfang ganz stark darauf aufpassen solle, was man hier isst, denn sonst kann man sich schnell den Magen verderben. Die einen gaben der Schuld dem Salat, die anderem dem Eis und wieder andere dem scharfen Essen.

Ein Blick auf meinem Teller reichte mir, um zu erahnen, dass mein scharfer indischer Kuskus wohl nicht die beste Wahl gewesen sein musste. Vielleicht hätte ich besser, wie der junge Mann heute nur auf die Suppe und ein/zwei Brötchen zurückgreifen sollen.

Ich dachte jetzt ist es eh zuspät, da kann ich mein Kuskus auch aufessen, am nächsten Morgen würde sich ohnehin zeigen, ob es eine gute Entscheidung gewesen war.

Der erste Tag

Vorsichtig öffnete ich meine Augen und funkte ein erstes Testsignal an meinem Bauch… „hmm“, dachte ich „alles gut, dann kann das Frühstück ja kommen“.

Frühstück im Robinson Club Soma Bay

Den ersten Morgen begann ich recht klassisch mit dem einen oder anderen Brötchen, Orangensaft und jede Menge leckeres Obst, welches aber auch -wie wir hörten- dem Magen ziemlich zusetzen konnte.

Vom Restaurant aus konnten wir das Meer sehen und anhand der Flaggen auch sehr gut erkennen, ob der Wind heute her zum Windsurfen oder zum Katamaran segeln geeignet ist.

So sagten uns jedenfalls die Profi-Surfer, da wir noch keine Ahnung vom Wind geschweige denn vom Surfen hatten, freuten wir uns, dass eine leichte Brise uns beim Frühstück kühlte.

Achja und an alle Nutella-Fans, ja Nutella haben die da auch -sogar das originale Nutella 🙂

Wir haben uns jedenfalls ersteinmal gut gestärkt, gingen dann Richtung Strand und schauten uns die Hotelanlage bei Tag an. Tatsächlich waren auch schon die ersten Liegen besetzt, aber glücklicherweise sind immer mehr als genügend frei.

Strand Robinson Club Soma Bay

Liegen am Strand Soma Bay

Am Stranhandtücher-Häuschen konnten wir unsere Handtuch-Karten gegen zwei Handtücher eintauschen.

Erkundungstour

Wir suchten uns zwei Liegen, samt Schirm und Wind/Sichtschutz. Dann führten wir unsere Erkundungstour weiter fort.

Das nächste Ziel war der Wassensport, denn schließlich wollten wir Windsurfen und Katamaran segeln lernen. Empfangen wurden wir dort von Ali bei dem wir später auch unseren Katamaranschein machen sollten. Er fragte uns nach unseren Namen und erklärte uns alles Wichtige, was wir über den Surf bzw. Katamaranschein wissen mussten.

Wir entschieden uns die ersten Tage ruhig angehen zu lassen -schließlich hatten wir drei Wochen Zeit- und erst nach einigen Tagen mit dem Surfschein zu beginnen.

Nach unserer Visite beim Wassersport erkundeten wir weiter die Hotelanlage und gelangten zum Fitnessstudio. Dort genehmigten wir uns einen Sportlerdrink. Alle Geräte sahen sehr vielversprechend aus und versprachen uns jede Menge Muskelkater in den drei Wochen.

Wir hörten schon am Frühstückstisch von einigen Gästen, dass es einige Gehminuten von unserem Hotel entfernt einen langen Steg gibt, der weit ins Meer hinaus führt und von dem man sehr gut schnorcheln kann.

Also zurück an unseren Liegen packten wir unsere Schnorchelsachen und suchten diesen Steg.

Tatsächlich, nach einem rund zehn-minütigen Spaziergang gelangten wir zu einem langen Steg, der sicherlich einige hundert Meter hinaus führte.

Korallen Soma Bay

Bereits vom Steg aus konnten wir jede Menge Korallen und Fische erspähen. Wenig später Unterwasser zeigte sich ein ähnliches Bild. Insgesamt konnten wir auf allen Schnorcheltouren zwar nur kleine Fische erspähen (Haie, Schildkröten oder Zackenbarsche haben wir nicht gesehen), aber es hat dennoch großen Spaß gemacht.

Nachdem wir wohl viel zu lange im Wasser waren fiel uns auf, dass wir kein T-Shirt anhatten und wir uns nur notdürftig mit Sonnencreme eingecremt haben. Auf dem Rückweg zum Steg bemerkte ich, wie die ägyptische Sonne senkrecht auf unsere Rücken brannte. Jap, offensichtlich war es kurz nach zwölf – dem Sonnenstand nach zu beurteilen.

Der starke Wind in Kombination mit den hohen Temperaturen führte dazu, dass wir bevor wir überhaupt den Strand erreicht haben, vollkommen getrocknet waren.

Zurück an unserer Liege, spürten wir unseren Hunger und glücklicherweise konnten wir direkt weiter zum Mittagessen laufen.

Im folgenden möchte ich nicht jeden Tag beschreiben, sondern vielmehr einige wichtige Punkte herausgreifen, die dich hoffentlich am meisten interessieren.

Im nächsten Teil werde ich dann erzählen wie wir unseren Katamaran- und Surfschein gemacht haben, welche tollen Events es im Robinson Club Soma Bay gab, was wir sonst noch alles erlebt haben und schließlich von der Rückreise erzählen.

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